Ähh… Wo ist dieses Moor? Und warum verdammt noch mal hat überhaupt ein Schüler Gummistiefel an? Mehr dazu später. Jetzt erst mal von Anfang an:
30. April 2026. Die Klasse 6a trifft sich ganz normal im Klassenzimmer. Ganz normal? Nein! Heute nicht mit Heft und Stift, sondern mit Rucksack, Picknick und wetterfester Kleidung. Denn es geht raus in die Natur. Zum Fluss. Und da ist bei manch einem auch ein paar Gummistiefel im Gepäck.
Nach kurzer Zeit kam schon der erste große Auftrag: Lebewesen im Fließgewässer finden. Unter Steinen, am Rand des Flusses. Wer Gummistiefel dabei hatte, konnte auch direkt im Fluss suchen. Der Erfolg war immens. Einige Wesen wurden gefunden, die unter dem Mikroskop interessant, manchmal gruselig aussahen.
Während der Suche nach immer neuen Lebewesen wurde jeder Ort inspiziert. So kam es, dass auch stiller liegender, abgelegner Bereich betreten wurde, der etwas schlammig war. Da passiert es dann schon mal, dass man tiefer einsinkt, als geplant. Und nicht mehr alleine raus kommt. Auch das sind Erfahrungen. Eine Gefahr sicherlich, wärest du allein. Innerhalb der Gruppe war die Hilfe nah und der Schüler schnell in Sicherheit. Der Gummistiefel allerdings blieb erst einmal zurück.
Wie die Bergung des Stiefels ablief, weiß keiner so genau… das geschah nämlich nach dem Unterricht durch den Schüler selbst mithilfe seines Vaters.
Der Ausflug war jedenfalls nicht nur spannend, sondern brachte auch Einblicke in die Welt der Kleinstlebewesen und die Lebensbedingungen in der Lauer. Rückschlüsse zur Fließgeschwindigkeit und Wasserqualität inclusive.
Wie viele Gummistiefel das Mürschter Moor noch fordern wird, das steht in den Sternen… jedenfalls war die Parallelklasse, die dasselbe Projekt am 11. Mai durchführte, vorgewarnt.