Reise zum Mond

Ganz so weit hatten es unsere Schüler nicht. Sie mussten nur bis zur “alten Aula” laufen, einem sehr schönen Veranstaltungsraum in Münnerstadt. Doch kaum waren sie dort eingetroffen, wurden sie mitgenommen auf eine Reise der besonderen Art. Sie sahen…

"Peterchens Mondfahrt" als Puppentheater

Was ist noch schöner, als Geschichten vorgelesen zu bekommen? Richtig: Wenn die Geschichten gespielt werden. Hierfür kam der Puppenspieler Thomas Glasmeyer aus Würzburg zu uns nach Münnerstadt. Im Gepäck hatte er eine seiner aufwändigsten Inszenierungen: „Peterchens Mondfahrt“.

 

Wer den Märchen-Klassiker kennt, merkte schon bald, dass das Puppenspiel die Geschichte nicht originalgetreu nacherzählt, sondern eine kreative Bearbeitung präsentiert. Die Grundgeschichte blieb allerdings: Peter und seine kleine Schwester Anneliese erleben eines Abends etwas ganz Besonderes: Summsemann, ein geheimnisvoller Käfer mit nur fünf Beinchen taucht bei ihnen auf und bittet sie um Hilfe. Um sein Bein zurück zu bekommen, müsse er zum Mond reisen. Voller Mut begeben sich Peter und Anneliese auf ein fantastisches Abenteuer. Sie treffen freundliche und seltsame Gestalten, lernen neue Welten kennen und müssen Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft zeigen.

 

Der Inszenierung fehlte es weder an Spannung, noch an Witz – auch für die Erwachsenen. So kam in den insgesamt vier Aufführungen für die Grundschule, Montessorischule und Mittelschule keine Langeweile auf. Trotz der relativ langen Spielzeit von 60 Minuten folgten die Kinder recht gut der Geschichte und zeigten ihre Begeisterung mit einem tosenden Beifall.

 

Nach der Aufführung durften die Kinder nicht nur Fragen stellen, sondern auch die Figuren aus der Nähe betrachten und sogar damit spielen. Das ist nicht selbstverständlich und ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen.

Die Schüler staunten am Ende nicht nur über die künstlerische Leistung und die Stimmenvielfalt während des Spiels, sondern auch über die Arbeit, die hinter einer solchen Produktion steckt, die kunstvoll gestalteten Figuren und die ausgefeilte Technik hinter dem Bühnenbild. Somit war dieser Tag mehr als nur eine Theateraufführung.

 

Für die Klasse 6a wird es noch einmal spannend: Sie haben das Glück, schon bald an einem Tagesworkshop mit Thomas Glasmeyer teilnehmen zu dürfen, bei dem sie eigene Figuren herstellen und zum Leben erwecken.